Montag, 29. Juni 2009

5. Int Volkswagen Veteranentreffen in Hessisch Oldendorf


Hessisch Oldendorf ist eigentlich ein eher bedeutungsloses und nicht sonderlich interessantes Städtchen in Niedersachsen. Die Menschen leben hier wahrscheinlich recht eintönig außer an einem Wochenende alle 4 Jahre. Da ist der Teufel los in der Innenstadt. So viel Verkehr gab es hier zu keiner Zeit.









Traugott Grundmann, ein VW Enthusiast der ersten Stunde verwandelt mit seinem Team die sonst eher schläfrig wirkende Kleinstadt in eine der besten VW Partys der Welt. Angereist wurde dieses Jahr aus über 20 Ländern. Gemeldet waren über 600VW Oldtimer. Wobei die Einladung vor allem Käfern vor Bj. 1957, also Brezel und Ovalfensterkäfern, sowie Bullis bis 67 sowie Karmännern und Sonderkarossen auf VW Fahrgestell oder mit VW Motor aus allen Zeiten gilt. Es waren aber gefühlte 3000 Autos anwesend sicher aber doppelt so viele wie angemeldet. Die Organisation des Treffens war grandios, wenn auch ein umständliches Anmeldeverfahren mit Wartezeiten wie auf einer Behörde und ein schlechter bis fehlender aber groß angekündigter Frühstück - Versorgungswagen auf dem Campingplatz eindeutig Chancen auf Verbesserung verdienen.

Der Zeltplatz selbst lag ruhig außerhalb der Innenstadt war aber selbst zu Fuss schnell zu erreichen.
Traugott Grundmann, der Initiator des berühmten Treffens sammelt seit Jahrzehnten alte VWs und hat eine beträchtliche Collection in einem eigenen kleinen Museum zusammengetragen. Dort wurden auch Führungen von Herrn Björn Schewe einem Mitarbeiter des VW Cassicpartcenters und langjährigem Freund der Familie Grundmann angeboten. Interessant fand ich bei den Ausführungen des Herrn Schewe, daß ein ansehnlicher Teil der Sammlung aus meinem unmittelbaren Umland zu stammen schien. Negativ fiel mir der Militarismus in der Sammlung auf. Aber sehr beeindruckt hat mich der Umstand, daß ein großer Teil der Sammlung sich in sofort benutzbarem Zustand befindet. Die Wartung eines solchen Fuhrparkes bedeutet einen immensen Aufwand.



Björn Schewe ein (ge)wichtiger Kenner alter VWs

Der einzige Scheu Flugplatzschlepper, der andere einzige steht in Mühlbach. Sa


Für viele war der Höhepunkt die Gelegenheit zur Besichtigung des kürzlich wiederentdeckten VW38. Das Fahrzeug wurde vor einigen Wochen in der Nähe von Riga aufgefunden. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem bemerkenswerten Zustand. Der vorn eingebaute Motor und die Achsen stammen vom Wolga oder einem anderem Fahrzeug aus der sowjetischen Produktion. Frontscheibe in zweigeteiltes Heckfenster waren großflächig mit Sapo Teilen bzw Küchenfensterartig verbastelt und das Armaturenbrett stammt auch aus Sowjetischer Produktion. In der Türen befanden sich Ausstellfenster. Was bleibt eigentlich noch übrig werden sich jetzt die meisten jetzt fragen.







Natürlich die Heckhaube und der Rest der Fronthaube, und diese scheinen der Beleg der Originalität zu sein, denn der VW38 hatte an den Anschlüssen zur Karosse richtig eckige Ecken und nicht abgerundete wie die späteren Modelle. Andere Anhaltspunkte wie Aufbau- oder Fahrgestellnummer müssen erst noch repliziert werden. Jedenfalls scheint dieser Überrest eines Käfers der heilige Gral der Käferwelt zu sein, denn besagter Wagen wurde in der Kirche von Hessisch Oldendorf präsentiert. Den Pfarrer war sicher begeistert wie viele Menschen bei diesem Treffen in seiner Kirche waren.
Aber vielleicht legt ja die Blech Manufaktur eine Serie Teile für VW38 auf, dann gibt es beim nächsten Mal mehr solche Autos als je gebaut wurden, beim Hebmüller Cabriolet scheint sich das ja als Trend auch abzuzeichnen. Wir haben jedenfalls das Spiel gespielt: Welcher ist echt? Der unechteste Heb war aber auch für mich der beste; ein Nachbau des Coupe der Familie Hebmüler. Eine Super Arbeit, ich würde gern auch so gut mit Blech umgehen können.

Bei der Ausfahrt stellte die Überquerung der Weser mittels Seil-Fähre den Höhepunkt dar. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Schwimmwagen zu Wasser gelassen und kamen auf dem Flüsschen angerast.





Fazit: ein sehr schönes Treffen, ein Städtchen für ein Wochenende voll im VW Oldierausch, neue Freunde neue Energien und neue Ideen.
Stefano

Mittwoch, 3. Juni 2009

Alltagsfunde

Es muß nicht immer die Jagd nach vergessenen Schätzen sein (siehe einige Beiträge weiter), wenn man nur mit offenen Augen durch die Welt wandelt. Es gibt auch in unserer Umgebung viele, die sich mit interessanten alten Autos befassen und diese auch bewegen...


quasi direkt vor der Haustür


Sonntags auf der Autobahn


Sebso

Dienstag, 26. Mai 2009

Dresdner Käfertreffen 2009

Das diesjährige Dresdner Käfertreffen fand bei Hallimasch statt. Das schöne Müglitztal ist eigentlich immer einen Abstecher wert.


Trotz der kurzen Planungsphase kamen recht viele Teilnehmer.


... so auch die üblichen Verdächtigen.



kurz vor dem Start der Rundfahrt


Radwechsel auf Zeit - nicht so ohne, wenn die Bremsscheibe keinen Bund hat...


Das Gebläse der Hüpfburg war leider trotz aller Mühen nicht mehr zu retten.

Sebso

Montag, 11. Mai 2009

16. Chemnitzer Käfertreffen




Die VW-Selbsthilfegruppe "Betreutes Schrauben" mit ärztlicher Unterstützung


Alex aus Bayreuth
http://aircooled-life.blogspot.com/


Pellotone

















Stausee Oberwald, Sachsenring, Viertelmeile, Teilemarkt, Ferdinands Erben, Sonnenbrand

Freitag, 8. Mai 2009

Vorbereitung für das Käfertreffen in Chemnitz

Da in Chemnitz beim Käfertreffen das Rennen über die Viertelmeile auf dem Sachsenring stattfindet, ist die Teilnahme schon fast Pflicht. Daher haben wir heute den 64er schon mal aus der Garage geholt, Öl und festen Sitz aller Schrauben kontrolliert und alles zum Verladen vorbereitet.
Das Cabrio muss allerdings zu selben Zeit zwei Menschen in den Hafen der Ehe chauffieren, aber wenigstens findet der Thomas mal Zeit und Spass sich mit unseren Oldtimern zu beschäftigen.
Dann bis morgen in Chemnitz...
Sebso

Mittwoch, 6. Mai 2009

Las Blues Woda & Garbus

Wald, Blues, Wasser und Käfer hieß das Motto des Saisonauftakttreffens unserer polnischen Freunde aus dem Großraum Zielona Gora. Von allen Teilnehmern hatten wir dank des Umweges über Hannover die weiteste Anreise. 1200km im 69er T2a hinterlassen Spuren vor allem am Skelett und im Nervenkostüm. Leider hat der Halimasch in Hannover noch eine Achse für einen 181er gekauft. Die lag nun auf der zum Bett geklappten Bank. An Schlafen war also erst nach Ankunft und Ausladen zu denken. Über die Bullitür die man vorher in einer bestimmten Richtung aus dem Auto fädeln musste und den aufgekratzten Hallimasch, der vor Freude noch das wenige Bier fast vollständig vernichtete deck ich lieber den Mantel des Schweigens. An ein Nickerchen während der Fahrt oder bei einer Rast war also nicht mal zu denken, und ich hätte es sehr gebraucht.
Eine Fahrt durch Polen ist eigentlich immer ein Erlebnis, Autobahnen hat der A.H. ja 1938 nur von Ost nach West und recht sparsam gebaut, dieser Mißstand wird gerade versucht zu verbessern aber wie gesagt versucht. Die Straßen sind, wenn nicht gerade frisch restauriert ein bisschen wie in der DDR, also katastrophal. Unmassen Tiere kreuzen desnächten die Fahrbahn. Die Beschilderung ist meist nur mit Ortskenntnis verständlich. Egal wie es ist, ich war schon mit dem VW Bus in Moskau und so war es eigentlich kein Problem den Weg auch ohne passende Landkarte und nur mit den Biluxlampen des Bulli zu finden. Nur lange hat es eben gedauert, obwohl wir uns nicht verfahren haben.

Wir suchten nach den Turbulenten der letzten Tage einfach nur Entspannung und die gabs auf dem herrlichen Platz am See pur. Auch unser lieber Jürgen war samt Familie, Angel und Mückencreme angereist. Als Leute aus dem Land des Käfers hat man überall auf der Welt einen Sympathiebonus und wenn man ein wenig die Sprache des Gastlandes versteht und ein paar Floskeln sprechen kann findet man trotzt Verständigungbarriere Freunde und hat Spass.

Die Ausfahrt am Samstag war der einzige Programmpunkt, und wie immer ein besonderes Erlebnis da die Käferfans unseres Nachbarlandes die Verkehrsregeln nicht immer so ernst nehmen und so auch schon mal einen Kreisverkehr in beide Richtungen befahren. Ich kannte das zwar schon hatte aber trotzdem wieder Adrenalinausschüttungen als es geschah. Von außen betrachtet sieht es aber sehr schön aus wie die alten Volkswagen wie auf einem Karussell im Kreis in 2 Richtungen fahren.

Als ehr angenehm empfinde ich den Umgang unserer Nachbarn mit den technischen Kulturgütern. Klar träumt man auch dort vom Faltdach, Ovali oder Brezel sowie T1 oder Westfalia. Aber die meisten Oldies sind wirklich noch Alltagsfahrzeuge und sich nicht so überkandietelt wie das gros der Autos hierzulande. Man hat einfach Spass an der Benutzung von alten Fahrzeugen und nicht nur Freude am Angeben mit dem Besitz.

Die eigentliche Attraktion ist aber das Bluesfestival von dem ich leider nicht so viel mitbekommen hab, da der Blues nicht wirklich meine Musik ist, aber die wenigen Momente an der Bühne waren recht beeindruckend und kurzweilig.

Ein Blick über unseren Tellerrand mit der erneuten Erkenntnis das es auch in bisher kaum beachteten Länder eine sehr starke Fangemeine für die Luftgekühlten Volkswagen gibt. Nächster herausragender Termin in unserem östlichen Nachbarland ist das Garbojama Anfang Juli im Krakau.
Familie Glücklich...
Jürgens Töchterchen Alba kurz vor dem Fang des Abendbrotes

gepostet von Stefano

Samstag, 2. Mai 2009

Hannover 2009

Auch dieses Jahr statteten wir dem Maikäfertreffen in Hannover einen Besuch ab. Dank schnellem und sparsamen Alttagsauto läßt sich das Ganze auch kurz entschlossen realisieren.
Es gab mal wieder eine Menge neuer und schöner Autos zu sehen. Manches trifft zwar nicht unseren Geschmack, aber gut gemachte Autos sieht man sich trotzdem gern an.
Auf dem Teilemarkt ist zu bemerken, daß viele bekannte Händler und Firmen nicht mehr nach Hannover kommen und daß die semiprofessionellen Händler zum Teil unverschämte Preise aufrufen. Mit einem privaten swapmeet hat das definitiv nichts mehr zu tun.
Sebso